Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

NicoCurlySue
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Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von NicoCurlySue » Fr 24. Aug 2018, 17:11

Hallo Miteinander,

da ich hoffe, dass wir positive Erfahrungen machen werden und diese dann vielleicht anderen helfen können, möchte ich hier die Behandlung von Findus mit Blutegeln beschreiben.

Zunächst aber meinen großen Dank an Tigerlilli, die bereits im Blauen ihre Erfahrungen geteilt hat und mich somit auf die Idee mit den Egeln brachte.

Findus hat inzwischen seit ca 2 Jahren eine chronische Gingivitis, Stomatitis. Er hat 2 Zahn-OPs hinter sich und Behandlungen mit AB, Interferon, Cortison. Schließlich wurden nach einem Abstrich Calici-Viren festgestellt.

Seit Anfang 2018 behandle ich Findus homöopathisch. Wir hatten dieses Jahr schon einige Krisen, doch zwischen Juni (das war der letzte TÄ-Besuch) und heute im August gab es bereits insgesamt eine Verbesserung im Mäulchen.

Ich hatte mich schon im Januar zu einer Blutegel-Therapie entschieden und jetzt war es endlich so weit. Eigentlich wollte ich es zuhause machen, habe dann aber bei dem heutigen TÄ-Besuch, als zufällig auch ein Hund mit einem Egel behandelt wurde, spontan entschieden, direkt einen Egel ansetzen zu lassen.

Es war sehr aufregend, doch ich bekam einen Kaffee und Wassser, saß schließlich gemütlich bei Findus und er hat alles prima mitgemacht!

Hier also der Bericht:

Blutegeltherapie, 1. Egel, 24.08.2018

Allgemeinbefinden Findus vor der Behandlung:

Findus geht es seit dem Abend vorher eher schlecht. Er hat abends nur sehr wenig gefressen und war sehr unleidlich. Nachts war er bei mir im Bett (eher positives Zeichen).
Morgens wollte er gar nichts fressen, wirkte schlapp und hat sich auch nicht gewehrt, als ich ihn in den Kennel gesetzt habe.
In der Praxis hat er sich von mir streicheln lassen, sich dabei im Kennel herumgerollt und geschnurrt.

Laut TÄ ist die Entzündung im Maul ein wenig besser als beim letzten TÄ-Besuch im Juni.

Ansetzen des Egels:

Findus sitzt im Unterteil des Kennels und bekommt einen Kragen. Der erste Egel sucht sich seinen Weg Richtung Maul. Es sieht so aus, als wolle er ins Maul kriechen. Da wir deswegen Bedenken haben, wird der Egel noch einmal aus dem Kragen genommen und bekommt einen Faden angepasst, damit er festgehalten werden kann, falls er ins Maul kriecht.

Nun will der Egel aber nicht mehr beißen. Vermutlich haben wir ihn zu sehr irritiert. Findus wird langsam etwas unwillig.

Kurze Pause für alle Beteiligten, Findus bekommt den Kragen abgenommen und macht es sich im Kennel gemütlich.

Ein 2. Egel wird mit Faden versehen und da Findus so gut da liegt, probieren wir es ohne Kragen.
Nach einiger Zeit will der Egel anbeißen. Er hat sich eine Stelle direkt seitlich an der Lippe ausgesucht. Findus schüttelt einmal kräftig den Kopf, der Egel fällt ab.
Nächster Versuch: ich halte Findus sanft den Kopf fest (so dass er das Maul auch nicht öffnen kann) und die Pfoten. Nun kann der Egel anbeißen und Findus lässt es recht gut mit sich geschehen.
Der Egel beißt an einer Stelle an, den restlichen Leib lässt er hängen. Man sieht die Saugbewegungen. Ein paar Mal zuckt Findus mit den Pfoten, lässt sich aber leicht fest halten. Nach und nach entspannt er und schläft am Ende sogar ein.

Der Egel saugt ca 25 min. dann lässt er sich abfallen. Er hat wohl sehr viel getrunken.
Findus döst im Kennel weiter. Es blutet einige dicke Tropfen nach.

Verhalten zuhause:

Zuhause kommt Findus sofort aus dem Kennel, und geht als erstes zur Futterstelle und frisst auch. Danach geht er in den Garten und begrüßt die anderen Katzen mit Nasenküsschen. Alle sind interessiert.
Er wirkt aufgeweckt und interessiert.
Es hängt noch ein wenig Blut am Maul, aber es tropft nicht.

Leider muss ich ihn einige Stunden alleine lassen, da ich arbeiten muss und die Egel-Therapie heute spontan stattgefunden hat.

Ca 3 Stunden später:

Findus begrüßt mich, kommt zur Futterstelle, frisst aber nicht. Er folgt uns in den Garten und liegt dann entspannt auf meinem Schoss.

Das Mäulchen verliert teilweise etwas Schleim und klare Tropfen mit ein wenig Blut. Aber es blutet nicht richtig. Findus wirkt weiterhin insgesamt besser als am Morgen.

Ich werde dazu auch noch Bilder einstellen, diese müssen aber erst noch übermittelt werden.

Hinzugefügt nach 36 Minuten 53 Sekunden:
Hier nun Bilder:

Der Egel bei der Arbeit
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Nach der Arbeit: satt und deutlich größer
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von Meiki » Fr 24. Aug 2018, 22:30

Abo und alles Gute für Findus!
Mickey - Jonny - Luca - Felix - Willie - Sergi - meine Glücksdamen Molly und Pauly - und mein Mädelinchen Pauli. Ihr und alle anderen, die ich liebte, habt mein Herz größer gemacht.

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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von Hesto » Fr 24. Aug 2018, 22:38

Sehr interessant, ich hoffe es hilft. Daumen bleiben gedrückt ( auch für Sophie)
Liebe Grüße von Heike und...
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von NicoCurlySue » Sa 25. Aug 2018, 09:57

Danke Euch Beiden!

Wenn ich die Bilder jetzt so sehe: das sieht ja schon ein wenig grauslich aus. Unglaublich, wie Findus das mitgemacht hat. Und es war auch insgesamt nicht schlimm dort vor Ort. Allerdings muss man schon überzeugt sein davon, dass man es wirklich will, damit man ruhig und entspannt bleiben kann. Und die Tierärztin und Helferinnen waren auch wirklich toll!

Findus hat gestern abend und heute morgen noch nichts gefressen, da er aber mittags gut gefuttert hat, bin ich noch entspannt. Er war aber vorhin gleich im Garten, trotz Regens und liegt jetzt bei mir auf dem Tisch.
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von ElinT13 » Sa 25. Aug 2018, 10:56

Da bin ich mal gespannt, wie sich das Ganze entwickelt. Und die Blutegel finde ich wirklich faszinierend und überhaupt nicht ekelig.
Liebe Grüße
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von Sandman64 » Sa 25. Aug 2018, 11:47

@NicoCurlySue

Hi,
ich finde es sehr interessant, magst du vielleicht noch schreiben was ihr von der Behandlung erwartet? Ich finde das fehlt irgendwie und würde gerade für alle die nicht in der Materie sind das ganze verständlicher machen.

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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von NicoCurlySue » Sa 25. Aug 2018, 11:59

@Sandman64

Danke für den Hinweis.

Ich hoffe, dass die Calici-Viren endlich zurückgedrängt werden und die Stomatitis und Gingivitis abheilen kann. Denn die bisherigen AB-Behandlungen haben ja immer nur die Sekündärinfektionen behandelt und die Entzündung kam nie ganz zum Abheilen.

Insgesamt soll Findus' Immunsystem wieder so "auf die Reihe" kommen, dass er mit dem, was in ihm steckt, also den Calici-Viren, klar kommt. Dafür bekommt er ja zusätzlich noch die homöopathische Behandlung.

Und leider scheinen ja Calici-Viren noch schlechter "behandelbar" zu sein, als Herpes-Viren. Beim Bruder von Findus, Linus, wurden Herpes-Viren nachgewiesen am Auge (bei einer Entzündung). Er hat aber jetzt schon seit vielen Monaten Ruhe.
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von Sandman64 » Sa 25. Aug 2018, 12:19

@NicoCurlySue

Danke, ich hab aber auch noch Fragen.

Ich bin ja was solche Behandlungen betrifft relativ offen ( es gibt halt Grenzen ) und das Blutegel helfen ist ja in vielen Bereichen erwiesen.
In welchen Abständen muß das denn gemacht werden damit es sinnvoll ist und gibt es eine "Grenze" sprich einen Zeitraum wo man sagen kann "wenn bis jetzt nicht eine Besserung eingetreten ist...." .
Oder ist das eine Behandlung die, da ja Viren im Spiel sind, dauerhaft durchgeführt wird, wobei dann vielleicht die Abstände irgendwann größer werden?

Ich hab da gestern schon Google bemüht aber nichts passendes gefunden und gehe davon aus das das dies vom individuellen Fall abhängig ist.

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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von NicoCurlySue » Sa 25. Aug 2018, 19:18

Hallo @Sandman64

Was ich weiß, schreibe ich gerne:

Zunächst: ich kenne zwei Bücher:

Anke Henne: Blutegeltherapie bei Tieren
Tina Werner: Blutegeltherapie am Tier

In beiden Büchern werden Katzen zwar nicht so sehr viel beschrieben, aber sie geben einen Einblick.

Zu den Behandlungsabständen gibt es unterschiedliche Aussagen:

Meine TÄ hatte ja bei der Blutegelfarm gefragt:

Die hatten 3 kleine Egel pro Seite und einen Abstand von 10 Tagen empfohlen bei Gingivitis und Stomatitis, ich glaube allerdings, auch mit leichter Sedierung.
Ich glaube aber, die haben die Seiten einzeln und dann eben im Abstand von 10 Tagen behandelt.

Wir hatten uns ja für nur 1 Egel entschieden und wollen jetzt evtl. nächsten Samstag (wobei ich auf Freitag verschieben muss) eine nächste Behandlung mit einem Egel machen.

In der Praxis behandlen sie teilweise bei offenen Wunden und Entzündungen an anderen Stellen auch schon am nächsten Tag weiter.

Es ist also wirklich sehr individuell.

Bei Tigerlilli war es wohl so, dass man erste Erfolge erst nach dem 2. Egel gesehen hat und sie insgesamt 4 mal behandelt hat mit jeweils einem Egel. Der Abstand war -glaube ich- zwischen dem 1. und 2. Mal nach 2 Wochen und dann längere Abstände. Bei ihrem Kater ist seit 2016 Ruhe und er braucht keine weiteren Behandlungen.

Der Calici-Virus ist natürlich nicht "weg", aber der Körper scheint insoweit mit dem Virus klar zu kommen, dass er nicht ausbricht.

In den Bücher ist es so beschrieben, dass man wohl merkt, wann es wieder Zeit für einen Egel wird und die Abstände größer werden.

Insgesamt ist es ja bei all diesen "alternativen" Behandlungsformen so, dass sie häufig längere Zeit brauchen, in denen der Körper dann arbeitet.
Ich habe mich darauf eingestellt, dass man nächste Woche noch nichts im Maul sieht, aber ich hoffe, dass insgesamt Findus' Verhalten wieder entspannter und lebendiger wird.

Auch bei Egeln kann es zu einer "Erstverschlimmerung" kommen, das wäre dann heute. Ich musste jetzt etliche Stunden arbeiten und war weg. Findus hat heute mittag schließlich gut gefressen und danach wohl geschlafen. Jetzt ruht er weiterhin.

Ich habe den Eindruck, er ist etwas weniger fit wie gestern, das würde aber passen.

Kurz zur Wirkungsweise:

Dies ist nur zum Teil erforscht. Es wurden aber verschiedene Substanzen entdeckt, die wohl z.Teil auch antibakteriell und entzündungshemmend wirken. Diese werden durch den Egel in das Tier abgegeben. Gleichzeitig wird durch das Blutsaugen auch die Blutzirkulation angeregt und damit Abfallstoffe abtransportiert, die sich wohl bei Entzündungen vermehrt bilden. Das war jetzt aber meine absolut laienhafte Zusammenfassung.

Frag gerne weiter, falls Dir noch etwas einfällt.
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von Cindyslilli » So 26. Aug 2018, 12:42

Toll das Du diesen Extra Faden dazu aufgemacht hast!
Wie Du es schreibst,lässt es sich gut lesen und wie Du es beschreibst/erklärst,ist es für mich genau richtig (vom informierten Laien für den interessierten Laien ;) )
Da Rufus Calici,wie auch Stomatitis/Gingivitis und Forl hat,verfolge ich die Entwicklung bei Findus hochinteressiert und drückte ganz fest die Daumen. :daumen:
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von caramiabella » So 26. Aug 2018, 13:27

Hier lese ich gespannt mit und hoffe, dass diese Therapie Findus gut hilft :d-dr:
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von NicoCurlySue » So 26. Aug 2018, 15:53

Cindyslilli hat geschrieben:
So 26. Aug 2018, 12:42
Toll das Du diesen Extra Faden dazu aufgemacht hast!
Wie Du es schreibst,lässt es sich gut lesen und wie Du es beschreibst/erklärst,ist es für mich genau richtig (vom informierten Laien für den interessierten Laien ;) )
Da Rufus Calici,wie auch Stomatitis/Gingivitis und Forl hat,verfolge ich die Entwicklung bei Findus hochinteressiert und drückte ganz fest die Daumen. :daumen:
Danke Dir für dies Rückmeldung! Ich habe immer ein wenig Bedenken, dass gleich jemand kommt und mir Vorwürfe macht, ich würde mich nicht richtig um Findus kümmern. Aber meine Zahn-TÄ ist auch wirklich ratlos und meinte, sie hätte nur einen weiteren Kater, bei dem es so schlimm sei. Und sie behandelt wirklich viele, viele Tiere. Und sie geht ständig auf Kongresse, berät sich mit Kolleg*innen etc. Und ich will Findus jetzt nicht noch zu einem anderen TA schleifen, wir waren schon in drei verschiedenen Praxen deswegen....Und eine andere TÄ sagte, man könne eben nur eines nach dem anderen durchprobieren bei Calici....

...hihi, gerade ist mir Findus (ich sitze auf einem Klappstuhl) von hinten über die Schulter auf den Schoss geklettert. Das macht er gerne so, niemals den einfachen Weg. Ist aber jetzt gerade ein gutes Zeichen...

Ich hoffe, damit eben auch anderen helfen zu können.

Wie hast Du denn Deinen Rufus bisher behandelt außer wahrscheinlich Zähne ziehen? Wie geht es ihm?

Hinzugefügt nach 12 Minuten 45 Sekunden:
Begrüßung direkt nach der Egel-Behandlung:

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Findus dankt allen für die Daumen! (von heute)
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von Cindyslilli » So 26. Aug 2018, 16:58

Bei Rufus beschränken sich die Symptome bisher rein auf die Zähne,Maulhöle und Lympfknoten und damit verbundenes,schlechtes Fressen (dazu kommt halt noch,dass er generell ein mehr als extremer Mäkeler ist :nix: ).
Beim TA sprach man immer nur von einem kleinen Infekt und dementsprechend bekam er AB,was mal mehr,mal weniger half. :motz:
Katzenschnupfen? Klar....hatte ich schon von gelesen,ging mich aber nichts an,weil,hatten wir ja nicht :tuete:
Forl? Auch schon von gelesen aber auch nicht unser Thema....Rufus war ja noch nicht mal 3Jahe alt.... :stumm:
Bis ich dann an eine THP geriet und auch von dentalem Röntgen las....ok...die erste Zahnbehandlung brachte Forl ans Licht und kostete ihm einige,wenige Zähnchen.Der „Erfolg“ hielt nur ein gutes halbes Jahr an und ich wechselte von der Klinik zu einer zertifizierten ZahnTA,die dann Calici per Abstrich feststellte :eek: ,aber kein weiterer Zahn musste raus.
Die THP behandelte ihn dann indem das Immunsystem gestärkt wurde und auch gegen Herpes (war laut Abstrich aber negativ). Diese Behandlung zeigte ganz schnell Besserung,zumindest das Rufus wieder fraß und er agil wirkte.
Gegen Forl half das natürlich nicht und das rote Zahnfleisch kam schnell wieder. Blöd war halt,dass ich nie sagen konnte,ob sein komisches Fressverhalten nun Mäkeligkeit war,oder schmerzbedingt. :traurigguck:
Die zertifizierte ZahnTA lehnte es ab ihm alle Zähne zu ziehen und ich befand mich in dem Dilemma,das ich ihn bei jeder Mäkeligkeit am liebsten hätte wieder Röntgen lassen,wenn das ohne Narkose gehen würde. Ich könnte für mich nicht entscheiden was letztendlich besser ist und ging vor Dauersorge selber schon auf dem Zahnfleisch. :roll:
Wieder ein halbes Jahr später geriet ich in der Klinik an einen TA,der mir die Entscheidung abnahm und mich darin bestärkte,dass diese ständigen Narkosen auch nicht das Gelbe vom Ei sein und er entfernte,bis auf die Fangzähne,alle.
Seitdem sieht die Maulhöle recht gut aus und es sind keine weiteren Infekte aufgetreten :hurra: ,mäkeln tut er aber nach wie vor :heul:

Somit ist Rufus beweintem nicht so schlimm dran wie Findus,da Calici aber gern in Schüben kommt,freue ich mich über die Behandlungsmöglichkeit mit den Egeln.
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von NicoCurlySue » So 26. Aug 2018, 17:42

Das freut mich, dass es Rufus gut geht!!! :hurra:

Und Deine Geschichte erinnert mich sehr an usere. Es gibt ja verschiedene Ansätze bei FORL. Meine Zahnärztin hat mich bereits bei der ersten OP gefragt, ob sie Findus auch die gesunden Zähne ziehen soll. Ich hatte abgelehnt. Ein Jahr später mussten dann die restlichen Backenzähne hinaus. Den Test auf Calici hat die Zanh-TÄ erst auf mein Betreiben gemacht, da sie meint, es läge sowieso meist vor und würde nicht viel helfen, wenn man es weiß. Das finde ich mittlerweile eine komische Aussage. Da sie aber sehr gut operiert, einschließlich Dentalröntgen und Inhalationsnarkose, immer gesprächsbereit ist und mir sogar Ratenzahlung ermöglicht, bleibe ich u.a. bei ihr für die OPs und Untersuchungen. Ich hatte schon bei vier weitern Katzen Zahn-OPs. Bei allen anderen ist nach den OPs die Entzündung zum Glück jeweils zurück gegangen.

Ich habe eben auch mit Interesse gelesen, dass Du auch bei einer THP bist. Mit Findus gehe ich ja im Moment zu einer anderen TÄ, weil die einfach näher ist und meine Zahn-TÄ im Moment eh keine andere Lösung hat als auch noch die Canini zu ziehen. Und das will ich nicht. Nicht jetzt, wo Findus eh so belastet ist. Und die aktuelle TÄ, die auch mit den Blutegeln arbeitet, arbeitet ganz toll mit meiner THP zusammen. Das ist mir sehr viel wert!

Dass Findus mit dem Katzenschnupfen kämpft, habe ich auch erst erfahren, nachdem ich die Antworten von Frau Freitag gelesen hatte. Da hat mich keine TÄ daraufhin gewiesen und mir war das zunächst nicht klar.
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von Sandman64 » Mo 27. Aug 2018, 05:56

@NicoCurlySue

Danke für deine Erläuterungen, ich werde sicher fragen wenn sich da noch was ergibt. Auf jeden Fall verfolge ich die Geschichte und drücke dem Schwarzling Findus die Daumen das es ihm hilft.

:grins_gelb:

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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von NicoCurlySue » Mo 27. Aug 2018, 08:09

@Sandman64 Danke für's Daumen drücken!

Am Samstag war Findus etwas weniger fit, hat viel geschlafen und hatte auch wieder mehr Schleim am Mäulchen. Am Sonntag ging es dann wieder leicht aufwärts. Ich vermute, es war eine "Erstverschlimmerung", die auch bei Blutegeltherapie auftreten kann, wenn der Körper sich mit der Krankheit auseinandersetzt.
Gestern abend dann war Findus rechtaufgeweckt und hat abends und auch heute morgen gut gefressen. Jetzt ist er interesserit auf dem Balkon. Die kleine "Krise" scheint überstanden zu sein.
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von Romina » Mo 27. Aug 2018, 08:36

Hier lese ich auch gerne weiter, sehr interessant und drücke Findus die Daumen für einen Therapieerfolg.
Liebe Grüße von Quilt und Motte

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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von NicoCurlySue » Mo 27. Aug 2018, 09:19

Eine DANKE von mir und Findus, @Romina :))
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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von Sandman64 » Mo 27. Aug 2018, 09:51

Ganz offensichtlich bewirkt die Therapie ja etwas und ich hoffe sehr hier lesen zu dürfen das es auch dauerhaft hilft.

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Re: Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

Beitrag von NicoCurlySue » Di 4. Sep 2018, 10:00

So, nun will ich weiter berichten:

Sonntag, 26.08.2018 hatte ich ja geschrieben, dass es Findus wieder besser ging. Er bekam dann zusätzlich auch ab Sonntag abend wieder sein homöopathisches Mittel. Wem das etwas sagt: er bekommt es täglich in Q-Potenz.

Wie bei Findus "üblich" ging es wieder auf und ab. Teilweise war er sehr gut beinander, hat gut gefressen und auch gespielt.

Ab etwa Mitte der Woche hatte ich so ein Gefühl, als könne man die Egel-Behandlung schon wieder fortsetzen. Allerdings konnte ich erst am Montag, 03.09. wieder zur TÄ. Das war aber evtl. auch nicht schlecht, da es ja doch auch immer einen Blutverlust bedeutet.

Gestern, Montag 03.09., nach 10 Tagen also die nächste Behandlung:

Findus hatte sich sehr ungern in den Kennel setzen lassen, er wirkte sehr ängstlich. Am Tag davor hatte er wieder eher schlapp gewirkt, diesen Morgen wieder etwas fitter.

Bei der TÄ entschieden wir uns diesmal, gleich ohne Kragen zu behandeln und auf der anderen Seite anzusetzen.

Zur Kontroll-Untersuchung:
Die Lymphknoten hatten sich verändert.
Auf der linken Seite, wo der Egel vorher gebissen hatte, war der Knoten weniger schwammig und kleiner geworden.
Auf der rechten Seite war der Knoten schwammiger geworden.
Insgesamt fand die TÄ, Findus würde einen besseren Eindruck machen. Er roch auch weniger aus dem Maul. Bei den Bildern vom Rachen gab es eher eine kleine Verschlechterung. Dies ist aber ja häufig so, wenn sich der Körper auseinander setzt und Krankheiten mehr "hoch geholt" werden.

Findus liegt ja sowieso immer ganz geduldig in seinem Kennel-Unterteil. Der Blutegel wurde also auf der rechten Seite angesetzt, wo er sich nach einer Weile direkt hinter den oberen Caninus setzte. Findus versuchte einmal, den Egel mit der Pfote abzustreifen, doch er lies sich sehr leicht festhalten. Dann lag er wieder geduldig da. Sehr angenehm war es sicher nicht, aber auch diesmal hatte ich nicht das Gefühl, dass es allzu quälend sei. Zu Beginn machte Findus eine Weile "Schmatz-Bewegungen" mit dem Maul, nach einer Weile lag er aber wieder nur ruhig und geduldig da. Nach ca 20 Minuten richtete er sich auf einmal auf, direkt danach lies sich der Egel fallen. Ich vermute, Findus hat das schon vorher bemerkt.
Noch während er dann im Kennel warten musste, schaute er sich neugierig um und wollte hinaus.

Zuhause war er wie das letzte Mal sofort munter. Er spazierte umher, begrüßte die anderen Katzen, kletterte 2 Mal den großen Kratzbaum halb hinauf (das hatte er schon eine ganze Weile nicht mehr gemacht) und ging in den Garten. Dann kam er wieder und fraß ein wenig.

Er war also eine ganze Weile recht munter unterwegs, bevor er sich, wie alle anderen zum Nachmittagsschlaf begab.

Man könnte ja meinen, dass eine solche Behandlung anstrengend ist, und Katz sich danach erst einmal ausruht. Nein, er ist wieder munterer als vor der Behandlung gewesen.

Direkt nach dem Fallenlassen des Egels, kam noch ein wenig Blut. Aber es lief nicht und hörte auch innerhalb kurzer Zeit wieder auf. Zuhause gab es kaum weitere Nachblutungen, einzelne wenige dünne Tropfen beim Aussteigen aus dem Kennel und später noch einmal ein klein wenig Blut am Mäulchen. Das war's.

Gestern abend war Findus auch gut gelaunt und sehr verschmust. Das Schleimen war weniger.

Heute ist er wieder ein wenig ruhiger und ein klein wenig mehr Schleim am Maul. Gefuttert hat er bisher nicht. Er ist aber wach und ander Umgebung im Garten und auf dem Balkon interessiert.
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