Hat Gin Fip?

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LiGi
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Hat Gin Fip?

Beitrag von LiGi » Mo 27. Aug 2018, 09:32

Guten Morgen liebe Katzenfreunde, :wink:

ich wurde hierhin gelotst um vielleicht ein paar neue Erkenntnisse und Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Danke!

Erstmal zur Vorgeschichte, welche sehr traurig ist und immer noch an mir zerrt.
Ich habe heute vor einer Woche meine kleine Katze Lia verloren. Sie war erst 1 Jahr alt.
Vor ca. 1 1/2 Monaten fing es an mit ihr Problemchen zu geben. Sie lief sehr seltsam, wie auf Eiern.
Wir waren dann mit ihr beim Tierarzt, die jedoch nach Röntgenbild nichts feststellte und ihr ein Schmerzmittel verschrieben hat.
Nach einer Woche wurde es nicht besser im Gegenteil es wurde immer schlimmer und schlimmer. Vor zwei Wochen konnte meine kleine kaum noch laufen und knickte mit den Hinterpfötchen/beinen ständig weg, dazu kamen Anfälle wo sie sich wie wild am Kopf kratzte...
Natürlich waren wir daraufhin wieder beim Tierarzt und diese schickte uns weiter an eine Tierklinik. Dort wurde ein CT gemacht, da meine Tierärztin etwas neurologisches vermutete. Das war am Donnerstag.
Nach dem CT kam dann die schlimme Erkenntnis: die kleine Lia hat einen Wasserkopf (Hydrocephalus), eine Verengung in der Halswirbelsäule und dazu noch etwas im Gehirn, was ein Aneurysma oder Tumor sein könnte (war nicht 100% zu bestimmen um was es sich handelte). Ein Blutbild wurde auch gemacht, bei diesem wurde der Verdacht auf FIP gestellt. (Zuvor hatten wir einige Tage zuvor schon ein großes Blutbild bei meiner Haustierärztin gemacht, bei diesem kam raus dass Lia Kontakt mit einer anderen Katze mit FIP hatte, dabei sollten wir uns jedoch ersteinmal keine Sorgen machen).
Natürlich brach für meinen Freund und mich eine Welt zusammen, meine kleine Maus ist so schwer krank...
Wir haben nach dieser Diagnose Cortison-Tabletten mitbekommen, welche den Wasserkopf, diesen Druck im Gehirn lindern soll.
Leider haben diese Tabletten nicht geholfen und Lia ging es nach wie vor sehr schlecht. Sie hat nichts mehr gegessen. Nichtmal ihre Lieblingsdreamies. Sie konnte meiner Ansicht nach nichtmal mehr schlafen, da sie sofort einen Anfall bekommen hat als sie am einschlafen war. Freitags waren wir dann nochmal in der Tierklinik weil ich mir so große Sorgen gemacht habe.
Wir sind dann Samstagabend in die Uni-Klinik in Gießen gefahren, 200km mit der kleinen Lia im Gepäck, die nur wie ein Häufchen Elend in ihrem Korb lag.
Angekommen in Gießen wurde Lia (schon wieder) untersucht und anschließend stationär aufgenommen um sie zu stabilisieren. Die kleine musste so viel mitmachen...
Allerdings war die Neurologin erst wieder Montags im Hause und es konnte erst dann mit der Untersuchung fortgeführt werden. Jedenfalls wurde dann ein MRT gemacht, um nochmal auf Nummer sicher zu gehen was Lia denn hat.
Montag nachmittag bekamen wir dann den Rückruf der Ärztin... Lia hat FIP. Der Hydrocephalus und die anderen Dinge kommen durch FIP. Man kann nun auch nichts mehr für sie tun.
Wir waren bei Anruf der Ärztin schon auf dem Weg nach Gießen. Dort angekommen hat die Ärztin nochmal mit uns die Diagnosen besprochen... wir waren am Boden zerstört. Vor 2 Wochen war alles noch super. Es ging ihr blendend und jetzt soll alles vorbei sein. Wir haben die kleine Maus dann einschläfern lassen. Sie war noch ganz müde von der Narkose. Wenigstens konnten wir uns verabschieden. Wir sind dann mit der kleinen nach Hause gefahren...
Spät am Abend haben wir uns dann entschieden sie einäschern zu lassen. Nun steht sie in einer großen Tatzen-Urne auf unserer Kommode.
Erst 1 Jahr und trotzdem so verdammt krank. Das ist alles so unglaublich traurig...

Nun gibt es jedoch das nächste Problem: Lia hat ein Bruder, das ist Gin.
Nach der Diagnose FIP haben wir ihn vorherige Woche auch testen lassen... er hat laut Aussage des Bluttest auch mutiertes FIP. Allerdings zeigt er keinerlei Symptome. Er ist fit wie ein Turnschuh, er isst viel, geht auf die Toilette, ist verspielt. Seit Lia weg ist, ist er sehr sehr anhänglich geworden. Wir haben es auch in Erwägung gezogen eine neue Katze zu holen. Aber das ist mit der Gewissheit das Gin auch FIP hat natürlich schwierig...
Ich habe schon vieles in Erfahrung bringen können, welche Tests es gibt, etc.
Er ist über diesem "kritischen" Jahr, wo es zu Symptomen kommen kann und auch sonst ist er wirklich ein gesunder, kräftiger Kater. Aber ich weiß eben nicht was ich genau tun soll.
Natürlich sagt der TA nach der Vorgeschichte mit Lia dann sehr vorschnell das Gin auch FIP haben MUSS.

Habt ihr da Erfahrungen?
Kann ich eine neue Katze dazu holen?
Soll ich nochmal andere Tests machen lassen?

Gin's Blut wurde untersucht auf mutierte FIP/ Corona Viren/ Antikörper/ IgG. Was genau das für ein Test war kann ich allerdings (noch) nicht sagen. Ich muss diese Woche noch einmal zum TA, da Gin gerade mit Antibiotika behandelt wird aufgrund einer Halsentzündung und dann werde ich da nochmal genau nachfragen.

Wie gesagt Gin geht es zurzeit gut. Aber ich habe Angst morgens aufzuwachen und dann geht es ihm so wie Lia.

Für Antworten, Erfahrungen, etc. bin ich sehr dankbar.
Vielen Dank.

Liebe Grüße
LiGi. :wink:

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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von Fee » Mo 27. Aug 2018, 10:26

Erstmal herzlich willkommen hier im Grünen, und mein tief empfundenes Beileid zum Verlust eurer süssen Lia :trost:
LiGi hat geschrieben:
Mo 27. Aug 2018, 09:32
Nun gibt es jedoch das nächste Problem: Lia hat ein Bruder, das ist Gin.
Nach der Diagnose FIP haben wir ihn vorherige Woche auch testen lassen... er hat laut Aussage des Bluttest auch mutiertes FIP. Allerdings zeigt er keinerlei Symptome
Was ich da an Informationen finde:Mittels einer serologischen Untersuchung können wir im Allgemeinen das Vorhandensein der Erreger-spezifischen Antikörper nachweisen. In diesem Satz steckt der Zauber und der Fluch dieser Methode. Denn diese Methode beweist lediglich den Kontakt des Tieres mit dem Erreger, in unserem Fall dem -- und jetzt aufgepasst! -- felinen enteralen Coronavirus (FECV)! Das heisst, es gibt eigentlich keinen FIP-Titer (wie dieser Test häufig bezeichnet wird), da der FIP-Virus aus dem FECV im Körper des betroffenen Tieres entsteht und sich von diesem mit den üblichen Methoden nicht unterscheiden lässt.
Wir haben es auch in Erwägung gezogen eine neue Katze zu holen. Aber das ist mit der Gewissheit das Gin auch FIP hat natürlich schwierig...
Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn eine Katze neu in einen Haushalt kommt. Ob die Katze nun bereits Kontakt mit Coronaviren hatte, oder sich bei der alteingesessenen Katze infiziert, ihr Immunsystem ist durch den Umstellungsstress geschwächt, die Viren können sich leichter vermehren und evtl. zu FIP-Viren mutieren. Da Coronaviren vor allem über den Kot übertragen werden, ist ein häufiges Säubern der Katzentoiletten eine gute Vorbeugemaßnahme.

Sind meine anderen Katzen gefährdet, wenn ein Tier an FIP erkrankt?
Nicht direkt. Die kranke Katze scheidet keine mutierten Coronaviren aus, das FIP-Virus selbst ist also nicht ansteckend. Sie scheidet jedoch am Anfang der Erkrankung sehr viele Coronaviren aus, an denen sich die anderen Katzen infizieren könnten. Und je mehr Viren, desto höher die Gefahr einer Mutation bzw. von FIP. Außerdem bedeutet eine kranke Katze Unruhe und Stress für die anderen.

Es ist also sinnvoll, die kranke Katze von den anderen zu trennen. Aus demselben Grund wird empfohlen, einige Wochen zu warten, bevor man eine neue Katze in einen Haushalt holt, in dem eine Katze an FIP gestorben ist.

Ich hoffe Das hilft Dir schon etwas, und Du wirst bestimmt noch bessere Infos bekommen. Nur das wichtigste: Es gibt Keinen Grund zu denken oder sagen, dass dein Gin FIP hat!
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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von Meiki » Mo 27. Aug 2018, 10:40

Mein herzliches Mitgefühl für den Verlust von Lia.

Ich bin leider noch völlig blockiert durch den Verlust von Willie (09/17) durch FIP und kann nichts dazu schreiben.

Meiner Bande (7 plus 2 Kitten, die 2 Monate danach ein- und im März ausgezogen sind) geht es gut.

Ob der Virus mutiert und FIP ausbricht (und auch wann im Leben) kann keiner vorhersagen.

Alles Liebe
Mickey - Jonny - Luca - Felix - Willie - Sergi - meine Glücksdamen Molly und Pauly - und mein Mädelinchen Pauli. Ihr und alle anderen, die ich liebte, habt mein Herz größer gemacht.

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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von Schnuffel » Mo 27. Aug 2018, 10:41

Hallo LiGi,

Sehr schön, dass du nun hier bist :daumenhoch:

Ich kenne mich so gar nicht mit Fip aus, möchte aber zum folgendem Link gerne wissen was ihr davon haltet. Labokolin soll diesen schon früher angeboten haben :nix:
https://www.google.ch/url?sa=t&source= ... 046539216
Dass Gin fit wie ein Turnschuh ist freut mich sehr... weiter so :daumen: :cat:

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Taskali
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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von Taskali » Mo 27. Aug 2018, 11:02

Wie Fee bereits gesagt hat, ist durch einen der üblichen Bluttests nicht das mutierte Coronavirus feststellbar, sondern nur das Vorhandensein des Coronavirus - ob mutiert oder nicht ist damit nicht geklärt. Da hat dir der Tierarzt anscheinend was falsches gesagt oder du hast es falsch verstanden. Einen Bluttest auf mutierte Viren gibt es nicht! Der Test den Schnuffel verlinkt hat kann nicht im Vorfeld mit Blut oder ähnlichem gemacht werden, sondern benötigt Punktat aus dem Bauchwasser bei feuchter Fip oder dem Liquor bei trockener Fip. Im Blut sind nicht genügend Viren vorhanden, um eine Mutation zu bestimmen. Daher kann im Blut nur festgestellt werden, dass der Coronavirus vorhanden ist, aber nicht in welcher Form.
Das heißt: Bei Gin wurde der Coronavirus nachgewiesen - was ja auch logisch ist, wenn seine Schwester es hatte. Ob es mutiert oder nicht hängt von vielen Faktoren ab, die keiner richtig eingrenzen kann, es kann also niemand sagen, ob es bei Gin auch noch zur Mutation kommt oder nicht. Ein erhöhtes Risiko hat er, da er wie Fee schon erklärt hat mit den Viren aufgrund ihrer Fip überschwemmt wurde. Auch gibt es (leider) Katzenfamilien, in denen es eine genetische Disposition für Fip gibt - das heißt von diesen Familien bilden überproportional viele Katzen Fip aus. Aber das kann niemand vorher sagen und wissen. Es kann genauso gut sein, dass es bei ihm nie zur Mutation kommt und er gesund und fit bleibt und irgendwann dann sogar den Coronavirus besiegt. Deshalb: versuch ruhig zu bleiben. Du kannst ihn unterstützen, in dem du eine gute Kaklo-Hygiene einhälst, so dass er sich nicht ständig selbst re-infiziert und ihm für die nächste Zeit ein möglichst stressfreies Leben bietest - also aktuell keine OPs oder Tierarzt-Odyssee oder ähnliches, sondern einfach schnöder schöner Alltag - damit stehen die Chancen am besten.
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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von LiGi » Mo 27. Aug 2018, 11:56

Hallo! :hurra:

Vielen Dank schon einmal für eure Antworten.
Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn eine Katze neu in einen Haushalt kommt. Ob die Katze nun bereits Kontakt mit Coronaviren hatte, oder sich bei der alteingesessenen Katze infiziert, ihr Immunsystem ist durch den Umstellungsstress geschwächt, die Viren können sich leichter vermehren und evtl. zu FIP-Viren mutieren. Da Coronaviren vor allem über den Kot übertragen werden, ist ein häufiges Säubern der Katzentoiletten eine gute Vorbeugemaßnahme.
Okay... das ist natürlich klar. Wie oft sollte man das Katzenklo denn sauber machen um den ganzen noch mehr vorzubeugen? Ich mache es natürlich regelmäßig sauber, aber wenn ihr mir jetzt sagt ich soll es jedentag sauber machen dann mache ich das natürlich. Wir haben ein Bio-Klumpstreu, da kann man die Hinterlassenschaften ja immer gut weg machen. Das mache ich natürlich immer mehrmals am Tag.
Ob der Virus mutiert und FIP ausbricht (und auch wann im Leben) kann keiner vorhersagen.
Ich finde es wirklich so sehr schwierig damit umzugehen, man tappt damit wirklich total im dunkeln... bricht es morgen aus? oder nächstes Jahr? Oder erst in 10 Jahren? :nix:
Es kann genauso gut sein, dass es bei ihm nie zur Mutation kommt und er gesund und fit bleibt und irgendwann dann sogar den Coronavirus besiegt. Deshalb: versuch ruhig zu bleiben. Du kannst ihn unterstützen, in dem du eine gute Kaklo-Hygiene einhälst, so dass er sich nicht ständig selbst re-infiziert und ihm für die nächste Zeit ein möglichst stressfreies Leben bietest - also aktuell keine OPs oder Tierarzt-Odyssee oder ähnliches, sondern einfach schnöder schöner Alltag - damit stehen die Chancen am besten.
Ich hoffe wirklich so sehr dass mein Gin gesund bleibt. Es war schon schwer genug Lia gehen zu lassen...
Er bekommt im Moment wirklich alles was er möchte. Bald ziehen wir um und dann bekommt er einen schönen neuen Kratzbaum und ganz viel Spielzeug. Würde ihm am liebsten alles kaufen was es gibt.
Also sollte ich mit der neuen Katze noch ein paar Wochen warten ja? (Er ist ziemlich einsam, das merkt man ihm an...) Mein Freund und ich sind halt voll berufstätig (weshalb wir uns ja auch zwei geholt haben damals) und ich möchte nicht das er sich alleine fühlt - gerade jetzt - sondern Gesellschaft hat.

Sollte ich meinen Tierarzt denn nochmal darauf ansprechen ob FIP wirklich in Betracht kommt oder wie soll ich da weiter vorgehen?

Danke für eure beruhigenden Worte!! :verliebt:

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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von Fee » Mo 27. Aug 2018, 12:15

Ich denke, Du wirst lernen mit einer gewissen Unsicherheit zu leben :trost:
Garantie gibt es nie, aber zuviel Panik ist auch kontraproduktiv.
Ich denke ich selber würde ein paar Wochen warten, und Gin einen neuen Kumpel suchen. Natürlich ist das auch Stress, aber einen so jungen Kater alleine zu lassen aus Angst, ist denke ich, noch mehr Stress ;-)
Den TA nochmal fragen? Ich weiss nicht nach den Infos die Du schon bekommen hast...
Die Artikel hier im Forum sind zwar älter, aber immer noch aktuell, und viele Fragen kannst Du ,denke ich, dort beantworten.
Was ich nicht mehr sicher bin, ich meine gelesen zu haben, dass eine neue Katze auch positiv sein sollte? Weil eine negative Katze ev. mit den Viren stärker gefährdet wäre. Da wissen unsere Experten aber sicher mehr.
Gib deinem Gin ein Pusteküsschen von mir, er soll gefälligst gesund bleiben :verliebt:
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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von Taskali » Mo 27. Aug 2018, 13:22

Frag mal deinen Tierarzt was für ein Test genau gemacht wurde.

Wegen eines neuen Kumpels würde ich auch noch ein paar Wochen warten, alle Kratzbäume und Liegeplätze auf denen die arme Motte gern lag vorher noch desinfizieren und dann nach einem Corona positiven Kumpelchen suchen.
... und am Ende - wieder Anfang ...

JFA

Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von JFA » Mo 27. Aug 2018, 14:40

Taskali hat geschrieben:
Mo 27. Aug 2018, 11:02
Der Test den Schnuffel verlinkt hat kann nicht im Vorfeld mit Blut oder ähnlichem gemacht werden, sondern benötigt Punktat aus dem Bauchwasser bei feuchter Fip oder dem Liquor bei trockener Fip. Im Blut sind nicht genügend Viren vorhanden, um eine Mutation zu bestimmen. Daher kann im Blut nur festgestellt werden, dass der Coronavirus vorhanden ist, aber nicht in welcher Form.
Der Test auf die mutierten Viren wird auch mit Blut durchgeführt. Aber da sind die Ergebnisse nicht so sicher, weil im Blut die Virusmengen oft zu gering sind. Inwiefern die größere Unsicherheit aber nun auch für positive Ergebnisse gilt :nix: - ich mach mich mal auf die Suche, ob ich dazu was finde.

Wenn Gin speziell auf mutierte Viren getestet wurde, muss es dieser Test (oder das Äquivalent von Laboklin) gewesen sein. Eine andere Möglichkeit, mutierte Viren nachzuweisen, gibt es momentan nicht.
Was eine zweite Katze angeht, wäre ich momentan sehr vorsichtig und würde jetzt mindestens mal abwarten, was hinter den Testergebnissen steckt. Sollte sich der FIP-Verdacht als unbegründet erweisen, würde ich ihn noch auf Ausscheidung testen lassen.

Hinzugefügt nach 29 Minuten 30 Sekunden:
Ich hab was dazu gefunden, leider nicht besonders erfreulich.

Hier ist untersucht worden, wie es sich mit Sensitivität, Spezifität und positivem/negativem prädikativen Wert verhält, wenn der Test mit Blut durchgeführt wird: http://journals.sagepub.com/doi/full/10 ... 25354#_i14
Ohne Zugang wird man den Artikel wahrscheinlich nicht vollständig einsehen können, aber: Es gab in dieser Studie kein einziges falsch positives Ergebnis, jede Katze, bei der laut Testergebnis mutiertes Virus gefunden wurde, hatte auch tatsächlich FIP. Das muss jetzt nicht heißen, dass Gin in jedem Fall FIP hat, aber wenn tatsächlich der Idexx-Test durchgeführt wurde und eine Mutation identifiziert werden konnte, ist die Wahrscheinlichkeit schon recht hoch, dass das Ergebnis auch stimmt :traurigguck:

Frag beim Tierarzt noch mal genau nach, was tatsächlich getestet wurde. Und wenn es der genannte Test war, drücke ich alle Daumen, dass ihr die Ausnahme von der Regel seid und er kein FIP hat bzw. der Körper die Mutation noch unter Kontrolle bekommt.

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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von Taskali » Mo 27. Aug 2018, 19:00

Danke JFA - wieder was gelernt. Bisher war mir der idexx-Test nur dahin bekannt, dass er nur mit Punktat oder Liquor durchgeführt werden kann, weil im Blut nicht genug Material für einen Einzelnachweis drin ist. Aber wenn es auch mit Blut gemacht werden kann, nur dann ein negativer Test halt unsicher ist, hilft einem das im Zweifel ja trotzdem weiter, wenn er positiv ist. Das finde ich eine wichtige Sache....
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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von NicoCurlySue » Mo 27. Aug 2018, 19:19

Oh je, natürlich keine "tollen" Informationen, aber sehr informativ. Ich drücke ganz, ganz fest die Daumen, dass Gin entweder das mutierte Virus nicht hat oder sein Körper damit irgendwie klar kommt. Alles, alles Gute für Euch und Dir viel Kraft!!
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Die Sieben Lieben - endlich auch vertreten! zum Nachlesen:Blutegeltherapie bei Gingivitis und Stomatitis (Calici-Viren)

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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von JFA » Mo 27. Aug 2018, 19:45

Ein negatives Testergebnis im Bluttest (also mit Serum) ist tatsächlich recht unsicher, da ist die Wahrscheinlichkeit, dass es stimmt, dann ungefähr 50:50. Deswegen wird wahrscheinlich auch davon abgeraten, den mit Blut durchführen zu lassen. Dass man sich zumindest auf positive Ergebnisse ganz gut verlassen kann, war mir auch neu.

Jetzt mal davon ausgegangen, dass es tatsächlich dieser Test war: Solange Gin keine Krankheitsanzeichen zeigt, würde ich mich noch nicht entmutigen lassen. Es gibt immer mal falsch positive Tests und auch wenn das Virus schon mutiert ist, muss es nicht sein, dass sich FIP manifestiert.
In den nächsten Wochen würde ich dann (in der Hoffnung, dass sein Immunsystem dann tut was es soll) Stress so weit wie möglich vermeiden. D.h. keine zweite Katze und Tierarztbesuche nur, wenns sein muss. Weitere Diagnostik bringt euch jetzt eh nicht weiter. Evtl. könnte man über Interferon nachdenken... Ich durchsuche morgen noch mal Pubmed, ob das eventuellvielleicht unterstützend wirken könnte.

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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von Taskali » Mo 27. Aug 2018, 20:19

Ich hab im Hinterkopf, dass man bei Corona nicht das Immunsystem pushen sollte, da man damit auch das Virus pusht. Aber ist wie gesagt nur im Hinterkopf das mal so gelesen zu haben.
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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von JFA » Di 28. Aug 2018, 16:06

Ja, das stimmt. Deswegen soll man z.B. Zylexis auf jeden Fall vermeiden, weil das das Immunsystem unspezifisch stimuliert. Interferon wirkt aber immunmodulierend, deswegen wird das auch bei FIP eingesetzt. Bisher allerdings leider ohne messbare Erfolge, brachte nur in vitro was, in einer Studie an erkrankten Katzen aber nicht mehr als ein Placebo.

Ich habe jetzt noch mal geguckt, ob ich zum Einsatz an bisher symptomfreien Katzen in ganz frühen Krankheitsstadien was finde, aber Pubmed hat nichts hergegeben. Da würde ich dann von einem Versuch wahrscheinlich eher absehen, ist ja auch wieder mit Tierarztstress verbunden.

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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von Schnuffel » Di 28. Aug 2018, 16:45

Wenn es nicht dieser Test war, würdet ihr diesen nachordern, resp. noch in Erwägung ziehen, oder Gin erstmal möglichst stressfrei sein Leben geniessen lassen?

Sonst alles klar mit Gin LiGi... :daumen: :cat:

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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von LiGi » Mi 29. Aug 2018, 08:19

Guten Morgen zusammen,
Wenn Gin speziell auf mutierte Viren getestet wurde, muss es dieser Test (oder das Äquivalent von Laboklin) gewesen sein. Eine andere Möglichkeit, mutierte Viren nachzuweisen, gibt es momentan nicht.
Was eine zweite Katze angeht, wäre ich momentan sehr vorsichtig und würde jetzt mindestens mal abwarten, was hinter den Testergebnissen steckt. Sollte sich der FIP-Verdacht als unbegründet erweisen, würde ich ihn noch auf Ausscheidung testen lassen.
Okay, morgen bin ich wieder beim TA wegen der Halsentzündung, werde dann danach fragen... hoffen wir mal das beste. Und wenn positive Tests nie falsch waren dann wird Gin es sicherlich auch haben. Soll ich dann nach dem Namen des Tests fragen und wonach?
Jetzt mal davon ausgegangen, dass es tatsächlich dieser Test war: Solange Gin keine Krankheitsanzeichen zeigt, würde ich mich noch nicht entmutigen lassen. Es gibt immer mal falsch positive Tests und auch wenn das Virus schon mutiert ist, muss es nicht sein, dass sich FIP manifestiert.
Also momentan geht es ihm sehr gut würde ich mal behaupten. Das einzige was mir etwas Sorgen macht ist, dass seine Öhrchen und auch seine Pfötchen etwas heiß sind... das deutet doch auf Fieber hin oder? Meint ihr das ist ein Notfall oder eher nicht? Sonst ist er komplett normal, isst, trinkt, spielt, schläft, geht auf die Toilette. Sind das vielleicht Nebenwirkungen auf das Antiobiotikum?

Was meint ihr wielange ich warten soll bis ich eine zweite Katze dazu holen kann? Ich bin etwas verunsichert weil ich ihm keinen Stress machen möchte aber ihn auch nicht so lange alleine lassen möchte. Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nicht auf Zwang unbedingt sofort eine neue Katze holen aber ich fände es für Gin einfach schöner... und dazu war es halt immer so schön wie beide Katzis angerannt gekommen sind und beieinander waren und alles... :nix:

Soll ich meine Tierärztin mal nach diesem Interferon fragen? Meint ihr das hilft Gin oder sollte man das erst geben wenn es Symptome gibt?

Bis dann und vielen Dank,
LiGi :wink:

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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von Taskali » Mi 29. Aug 2018, 09:37

Ich denke du solltest erstmal mit allen Entscheidungen abwarten, welcher Test es nun war - je nachdem ist die Aussage eine ganz andere und damit auch das, was man dir raten würde.
Fieber würde ich dann morgen beim TA messen lassen - wenn sich Pfoten und Ohren heiß anfühlen muß das nix heißen, da Katzen eine etwas höhere Körpertemperatur haben als wir kann das subjektiv sein bzw. eine Katze mit Fieber muß nicht zwingend sich heiß anfühlen, von daher würde ich darauf nix geben
... und am Ende - wieder Anfang ...

JFA

Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von JFA » Mi 29. Aug 2018, 11:25

Ich sehe das auch so wie Taskali - warte erst einmal ab, was genau das für ein Test war.
Frag nach, ob tatsächlich mutierte Viren nachgewiesen wurden ("FIP Virus RealPCR" heißt der Test bei Idexx) oder einfach Coronaviren (das wäre dann FCoV RealPCR). Normalerweise steht bei den Erläuterungen, die vom Labor kommen, auch noch was dazu ("Es wurde die Mutation ... nachgewiesen" oder so ähnlich).

Wenn es nicht dieser Test war sondern "nur" normale Coronaviren nachgewiesen wurden, ist die Situation eine ganz andere als wenn mutierte Viren nachgewiesen wurden.
Wenn mutierte Viren nachgewiesen wurden, rückt das Zweitkatzenthema so oder so erst einmal ganz weit in den Hintergrund, dann geht es - so hart das jetzt klingt - vor allem darum, ob er die nächsten Wochen überhaupt überlebt. Für Interferon gibt es wie gesagt keine Wirksamkeitsnachweise (bzw. ich konnte zumindest keine finden). Da würde ich ihm den Tierarztstress also eher sparen.

Hinzugefügt nach 8 Minuten 39 Sekunden:
Schnuffel hat geschrieben:
Di 28. Aug 2018, 16:45
Wenn es nicht dieser Test war, würdet ihr diesen nachordern, resp. noch in Erwägung ziehen, oder Gin erstmal möglichst stressfrei sein Leben geniessen lassen?
Ich würde den nicht nachordern, zumindest nicht mit Blut. Ein negatives Ergebnis bringt einen nicht weiter und ein positives Ergebnis ja eigentlich auch nicht - Behandlungsmöglichkeiten gibt es ja keine. Da ist Abwarten im Moment die sinnvollere Lösung, finde ich.

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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von Schnuffel » Mi 29. Aug 2018, 14:54

So hatte ich das auch im Kopf. Danke.

Hinzugefügt nach 28 Minuten 1 Sekunde:
Liebe LiGi... wir hoffen mal ganz fest... :trost: ...und für morgen ganz viele :daumen: :cat:

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Re: Hat Gin Fip?

Beitrag von LiGi » Fr 31. Aug 2018, 11:41

Hallöchen ihr Lieben :hurra:

Habe nun ganz positive Nachrichten:

Also Gin geht es total super! :daumenhoch:
Die Halsentzündung ist weg und seine Lymphknoten sind auch nicht mehr geschwollen. Auch ansonsten ist die Tierärztin mit seinem Gesundheitszustand mehr als zufrieden. Wir haben einen für sein Alter gesunden und super entwickelten Kater, der keine Symptome anzeigt.

Was Zuhause auffällt ist (aber positiv), dass er Zuhause total verspielt (noch mehr) geworden ist seit Lia weg ist. Er möchte eigentlich die ganze Zeit nur an irgendwas knabbern (meistens meine Hand) und mit seinem Federwedel spielen. Da rast er richtig durch die Bude.
Er hatte auch immer das er nach dem wilden spielen stark gehechelt hat (wie ein Hund) aber das ist auch viel besser geworden und kommt eigentlich nicht mehr vor. Er hat wohl jetzt gelernt auch mal zwischendurch eine Pause einzulegen. :))

Wegen dem FIP "Verdacht" und dem Test:
Also ich habe jetzt nochmal nachgefragt. Es wurde ein Fip-Profil erstellt. Es wurden Corona-Viren und mutierte Viren nachgewiesen, dazu war der Titer hoch. Ich denke daher es war dieser Test von dem ihr gesprochen habt.
Die Tierärztin sagte aber - woran ich mich jetzt auch halten werde - das wir uns wirklich erst einmal keine Sorgen machen müssen weil im Moment nichts auffällig ist.
Mit Gin ist alles in Ordnung und das zählt doch gerade erstmal oder?
Klar mache ich mir immer noch Sorgen dass das Gleiche was mit Lia passiert ist auch mit Gin passiert und er auch nicht mehr da ist aber die TÄ meinte eben auch das sich dieses begutachten und Panik machen auch auf Gin auswirkt und das natürlich nicht gut ist.
Natürlich kann sich das wieder jederzeit ändern aber jetzt gerade geht es ihm gut und das ist wichtig finde ich.

Wegen der neuen Katze möchte sie aber noch die Befundberichte von Gießen abwarten (die haben vergessen das mitzuschicken), damit sie richtig etwas dazu sagen kann.
Ich für mich persönlich, bzw. mein Freund und ich haben jetzt beschlossen einen Monat auf jedenfall noch abzuwarten, um zu schauen wie Gin sich entwickelt und ob er gesund bleibt.
Im November werden wir ja umziehen und wenn alles erledigt ist mit der neuen Wohnung und Gin bis dahin noch immer gesund ist dann werden wir einen neuen Kumpel oder Kumpeline dazu holen. Vorausgesetzt unsere TÄ gibt das Ok nachdem sie die Berichte angeschaut hat.

Ich will jetzt auch einfach nicht mehr nur schwarz sehen.
Ich hoffe ich bin auf dem richtigen Weg und es wird so alles gut werden...

Bis dahin
Liebe Grüße
LiGi :wink: :wink:

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