Cortison als Langzeittherapie

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Mela78
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Cortison als Langzeittherapie

Beitrag von Mela78 » Mi 24. Jul 2019, 18:04

Hallo

Mein Kater Olli muss für längere Zeit Cortison nehmen.
Gestern hat er die erste Tablette bekommen.

Ihm wurde ein Stück Darm mit Zubildung entfernt. Die OP hat er zum Glück gut überstanden :begeistert:
Im Labor wurde feline gastrointestinale eosinophile sklerosierende Fibroplasie diagnostiziert.
Viel habe ich darüber nicht gefunden, aber damit es nicht wieder kommt eben die Cortisontherapie.

Mich würde vor allem interessieren, wie oft zb zur Kontrolle ein Blutbild gemacht wird.
Ich hoffe, sein Appetit hält sich in Grenzen, im Moment darf er noch zunehmen.

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Barbarossa
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Re: Cortison als Langzeittherapie

Beitrag von Barbarossa » Mi 24. Jul 2019, 19:18

Hallo Mela,

Gratulation zu euren engagierten TÄ! Olli kann froh sein, in derart guten Händen gelandet zu sein. Du hast sicher diesen Bericht auch schon gefunden? https://www.tieraerzteverlag.at/vetjour ... sie-fgesf/

Und keine Angst vor Cortison. Richtig angewendet ist es lebensrettend! Das durfte ich selber schon erfahren, obwohl die behandelnden TÄ (leider nicht so gute wie deine), absolut dagegen waren. Tinka bekam allerdings anfangs sogar 10 mg bei 5 kg Körpergewicht und dann über Wochen 7,5 mg. Nach dem Ausschleichen war das Blutbild in Ordnung und ihr ging es wieder gut. Das Gewicht pendelt sich auch wieder ein.

Ich wünsche Olli auch, dass es ihm bald wieder dauerhaft gut geht. :grins_gelb:
Viele Grüße
von meinen Sternchen Matzi 01.05.98-05.05.14 und Moritz 01.05.98-25.11.16, von Tinka und Kai
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Re: Cortison als Langzeittherapie

Beitrag von Maiglöckchen » Mi 24. Jul 2019, 19:19

Liebe Mela,

das ist ja nicht so schön. In welcher Dosierung bekommt er das Cortison?

Merlin hatte Prednisolon wegen seines Lymphoms zehn Monate bekommen und gut vertragen. Wir hatten keinerlei Auswirkungen auf den Blutzucker, nur auf den Appetit, aber Merlin konnte es damals auch vertragen, etwas zuzunehmen.

Ich habe mehrfach gelesen, dass das Diabetes-Risiko wohl vor allem bei Langzeit-Cortison besteht. Mit täglichen Tabletten fährt man bei Cortison wohl generell besser. Ich hatte Merlin das Predni in den ersten Tagen gespritzt (als Tagesdosis), aber davon wurde er total unruhig und war wie auf Speed, obwohl die Dosis nicht höher war. Mit den Tabletten hörte das schlagartig auf.

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petras
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Re: Cortison als Langzeittherapie

Beitrag von petras » Mi 24. Jul 2019, 19:26

Meine inzwischen verstorbene Herzenskatze Mausi hat von 2013-2018 wegen einer Autoimmunerkrankung ununterbrochen Cortison bekommen und keinen Diabetes entwickelt.
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Mein geliebtes Sternchen Mausi
01.10.2005-24.03.2018

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Re: Cortison als Langzeittherapie

Beitrag von Mela78 » Do 25. Jul 2019, 14:03

@Barbarossa

Ja, wir hatten wirklich Glück, haben es leider knapp bemerkt.
Sie hat das so auch noch nicht gesehen. Nach dem US hatte sie uns nicht viel Hoffnung gemacht, Tennisballgross mit Ableger.

Danke für den Link, so hat sie es uns auch erklärt, ausser das wir normal sein bisheriges Futter füttern sollen.

@Maiglöckchen

Ja genau, Prednisolone 5 mg
2 Wochen 5 mg am Tag, 2 Wochen 2,5 mg, dann 2 Wochen jeden 2. Tag 2,5 mg
Am Anfang eine hohe Dosis und dann eine niedrige Erhaltungsdosis

Danke euch, diese Infos lassen doch noch auf einige schöne Jahre hoffen.
Sieht auch die TÄ so, weil sie es rausnehmen konnten hat er gute Voraussetzungenen.
Die ersten 2 Tage waren kritisch wegen der OP, dann noch 2 wegen der Bauchfellentzündung.

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